Erstmalig hat der Fischereiverein zur Mitgliederversammlung in das Vereins- und Gemeindezentrum in Ostrhauderfehn eingeladen. Die neu gewählte Örtlichkeit besticht durch ihre Geräumigkeit und der hervorragenden Technik. Neben besseren Parkmöglichkeiten können durch ein selbst organisiertes Catering dort ca. 30 % an Kosten für die Bewirtung eingespart werden.
Nach der Begrüßung und der Ehrung verstorbener Mitglieder überbrachten Bürgermeisters Geert Müller und unser Ehrenvorsitzende und Ortsbürgermeister Westrhauderfehn Jörg Furch ihre Grußworte und brachten ihre Verbundenheit zum Verein zum Ausdruck. Torsten Kramer trug im Anschluss als Vorsitzender zunächst den Rechenschaftsbericht für den Vorstand vor. Mit insgesamt 1.566 Mitgliedern ist die Mitgliederentwicklung weiterhin positiv zu bewerten. Durch die im letzten Jahr wirksam gewordene Beitragserhöhung wurde ein finanzielles Polster geschaffen, um Ziele und Projekte zu verwirklichen, die den Verein weiterentwickeln. Ein Jahr nach Einführung des Digitalen Mitgliedsausweis wurde in einer Rückbetrachtung resümiert, dass es keine nennenswerten Probleme mit der Umsetzung gab. Es wurde noch einmal erinnert, dass dieser Ausweis seine Gültigkeit behält, solange eine Mitgliedschaft besteht. Auch Gastkarten können nun seit Mitte letzten Jahres über das Portal Hejfish online erworben werden. Die bestehenden Ausgabestellen bleiben bestehen und können weiterhin vor Ort angelaufen werden. Am Hahnentanger See soll der Zugang zur Insel erneuert werden, da die Brücke nicht mehr verkehrssicher ist. Hier ist es geplant, einen Damm zu errichten und die Insel nach Bauabschluss dauerhaft für unsere Mitglieder freizugeben, um dort zu fischen. Mittelfristig besteht der Wunsch, die Geschäftsstelle an den Hahnentanger See zu verlagern. Hierzu ist jedoch eine Änderung des Bebauungsplan notwendig, der formell bei der Gemeindeverwaltung beantragt wurde.
Gewässerwart Hilko Eilers berichtete über die Aktivitäten des Gewässerausschuss. Als erfreulich zu bewerten ist die deutlich gestiegene Anzahl der Fangmeldungen, was auf den Versand der Meldekarten mit dem Flyer zurückzuführen ist. In seinem Bericht wurden die Fangmeldungen und Besatzpläne illustriert, sowie Termine für die Gewässer- und Uferreinigung und Gemeinschaftsangeln kommuniziert.
Der Jugendwart berichtete ausgiebige von den zahlreichen Veranstaltungen aus dem letzten Jahr die auf Vereins- und Verbandebene stattgefunden hatten. Mit einem kleinen Abschiedspräsent bedankte sich Frank Poelker bei Therese und Mattias Peters, die aus persönlichen Gründen ihre Funktionen in der Jugendarbeit niederlegten.

Unser Schatzmeister Michael Reemts trug die Zahlen des Kassenbericht vor und stellte fest, dass wir erstmalig in der Vereinsgeschichte Einnahmen von mehr als 100.000 EUR verzeichnen konnten. Die Kassenprüfer Werner Wessels und Rolf Wübbens bescheinigten eine einwandfrei geführte Kasse und beantragten Entlastung für den gesamten Vorstand.
Für den ausscheidenden Stellvertretenden Jugendwart Matthias Peters wurde in einer Wahl Tina Will einstimmig als neue Stellvertretende Jugendwartin gewählt. Weitere Jugendbetreuer**innen sind willkommen und Interessierte können sich gern beim Vorstand melden. Mit Herbert Pelzer wurde ein neuer Kassenprüfer gewählt, der den ausscheidenden Prüfer Werner Wessels ersetzt.
Dem vom Schatzmeister vorgeschlagene Wirtschaftsplan 2026, mit einem ausgeglichenen Haushalt auf der Einnahmen- und Ausgabenseite, wurde mehrheitlich zugestimmt.
Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden 6 Mitglieder geehrt und bekamen eine Urkunde, Ehrennadel und ein Filetiermesser als Erinnerungsgabe. 17 Mitglieder wurden für ihre 20-jährige Mitgliedschaft geehrt. Leider waren längst nicht alle Jubilare anwesend.

Insgesamt sechs Anträge lagen zur Versammlung vor. Drei Mitglieder wurden einstimmig aufgrund säumiger Beitragszahlung aus dem Verein ausgeschlossen. In einem zweiten Antrag wurde vom Vorstand die Gleichstellung der Beiträge bei den Erwachsenen für alle Mitglieder m/w/d beantragt und mit großer Mehrheit zugestimmt. Damen zahlen im nächsten Jahr somit ebenfalls 65 EUR Beitrag. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal auf den Familien-Beitrag hingewiesen, der mir 100 EUR gedeckelt ist. Ein dritter zugestimmter Antrag des Vorstand räumt den Mitgliedern mit Behinderungen zukünftig einen Rabatt von 40 % ein. In einem Mitgliedsantrag wurde das Verbot von Futterbooten und Futterdrohnen an allen Vereinsgewässern gefordert. Diesem Antrag wurde mehrheitlich zugestimmt. Die Planung der Inselverbindung am Hahnentanger See einzustellen, war Inhalt eines weiteren Mitgliedsantrages. Dieser Antrag wurde von der Versammlung mehrheitlich abgelehnt. Für Diskussion sorgte eine Antrag von einem ehemaligen Vorstandsmitglied, dass die Entbindung vom Ausbildungsauftrag für den Fischerkurs für die beiden langjährigen Ausbilder forderte. Ihnen wurde hier Diskriminierung eines Jungen vorgeworfen der Autist ist und von der Kursteilnahme zurückgewiesen wurde. Beide Ausbilder begründeten ihre Entscheidung in der Versammlung und stellten klar, dass es nicht in ihrer Absicht liege, jemanden zu diskriminieren oder auszugrenzen. Der Antrag wurde nach einigen Wortmeldungen mehrheitlich abgelehnt.
Während der Versammlung wurde für die Elterninitiative ein Spendenbetrag von 300 EUR gesammelt. Die Versammlung endete um ca. 17.30 Uhr.