Im Rahmen des Förderprogramms zur Erhaltung der europäischen Aalbestände hat der Verein auch in diesem Jahr an der Besatzmaßnahme teilgenommen und die eingesetzte Menge sogar leicht erhöht.

Unser stellvertretender Gewässerwart Friedhelm Trautwein hat gemeinsam mit Focko Oltmanns insgesamt 103 Kilogramm Jungaale an der Verteilstation in Kampe abgeholt. Diese wurden anschließend in unsere Fließgewässer sowie in das Langholter Meer eingesetzt. Gewässerwart Hilko Eilers hatte zudem drei Jungangler eingeladen, beim Einbringen des Besatzes in das Langholter‑Burlager Tief mitzuwirken.

Die Besatzfische stammen vom im emsländischen Hünteln ansässigen, auf Aalzucht spezialisierten Lieferanten Albe. Die etwa 12 Zentimeter langen Tiere haben ein durchschnittliches Gewicht von vier Gramm, was einer Gesamtstückzahl von rund 26.000 Aalen entspricht, die in unsere Vereinsgewässer eingebracht wurden. Weitere 120 Kilogramm (entspricht ca. 30.000 Stück) wurden von der Besatzgemeinschaft in das Gewässersystem Leda – Jümme eingesetzt.

Die Organisation und Verteilung der Besatzmaßnahmen im gesamten Weser‑Ems‑Gebiet liegen beim Landesfischereiverband Weser‑Ems. Das Land Niedersachsen fördert die Maßnahme mit einem Anteil von 60 Prozent.

Bei der Auswahl der Besatzgewässer wird darauf geachtet, dass die Aale bei Erreichen der Geschlechtsreife auf natürlichem Weg abwandern können. Als katadromer Wanderfisch legt der sogenannte Blankaal eine Strecke von etwa 5.000 Kilometern zurück, bevor er sein Laichgebiet in der Sargassosee erreicht – einem warmen und nährstoffreichen Gebiet im westatlantischen Ozean vor der mittelamerikanischen Küste.

Insgesamt werden allein in diesem Jahr im Weser‑Ems‑Gebiet rund 4.126 Kilogramm Jungaale eingesetzt, was einer Stückzahl von etwa 1,03 Millionen Tieren entspricht. Ziel der Fördermaßnahme ist es, den stark zurückgegangenen natürlichen Bestand des europäischen Aals zu stabilisieren und seine erfolgreiche Rückwanderung zu ermöglichen.

Neben klimatischen Veränderungen, die den Golfstrom und damit den Rücktransport der Aallarven beeinflussen, gefährden auch Umweltbelastungen, Wanderhindernisse in Fließgewässern sowie Abfischung und illegaler Handel mit Glasaalen die Bestände erheblich.